Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe Mutter-Kind-Station

Das Team der Mutter-Kind-Station...

...gratuliert Ihnen herzlich zur Geburt Ihres Kindes. Wir freuen uns, Sie auf unserer Station begrüßen zu dürfen. Unser Pflegeteam besteht aus Kranken- und Kinderkrankenschwestern. Wir stehen Ihnen rund um die Uhr für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung.

Um Ihnen die Orientierung im Kreiskrankenhaus und auf der Mutter-Kind-Station zu erleichtern, haben wir einige hilfreiche Informationen für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Kreiskrankenhaus Frankenberg.

Ärztliche Versorgung

Die Stationsvisite findet täglich ab 9.30 Uhr statt. Montags wird die Visite durch Chefarzt Dr. med. Volker Aßmann, am Mittwoch durch die leitende Oberärztin Gabriele Schalk oder Oberarzt Dr. med. Martin Imöhl durchgeführt.

Der Kinderarzt kommt montags, mittwochs und freitags gegen Mittag bzw. frühen Nachmittag zu den Vorsorgeuntersuchungen auf die Mutter-Kind-Station. In der Regel wechseln sich die Frankenberger Kinderärzte Dr. med. Erich Enders und Dr. med. Jörg Hallmann ab. Die Kinderärzte sehen es gerne, wenn die Eltern bei den Vorsorgeuntersuchungen zugegen sind.

Die meisten Kinder kommen gesund zur Welt und bleiben es auch. Es gibt jedoch sehr seltene angeborene Erkrankungen des Stoffwechsels sowie angeborene und behandelbare Hörstörungen. Diese sind bei Neugeborenen noch nicht durch äußere Zeichen erkennbar. Deshalb führen wir routinemäßig bei allen Kindern ein Neugeborenen-Screening durch. Die Einwilligungsformulare für diese Untersuchungen werden Ihnen nach der Geburt ins Zimmer gereicht.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Rooming-in und Familienzimmer

Sie können rund um die Uhr mit Ihrem Kind zusammen sein und es in Ihrem Zimmer versorgen. Das Rooming-in bietet Ihnen viel Raum und Möglichkeiten, sich in Ihrer neuen Rolle als Eltern zurechtzufinden und sich kennenzulernen. Sie haben Gelegenheit Ihr Baby zu beobachten und lernen schneller seine Bedürfnisse und Gewohnheiten, seine Gesten und sein Weinen zu verstehen. Außerdem können Sie so die notwendige Sicherheit für die Versorgung erlangen und den Umgang mit Ihrem Kind üben. Wir unterstützen Sie dabei gerne mit Tipps und Hilfestellungen. Jederzeit können Sie die Hilfe der Hebammen und der Kinder- und Krankenschwestern in Anspruch nehmen.

Natürlich betreuen wir das Neugeborene auch im Kinder-Zimmer, wenn Sie das Rooming-in nicht in Anspruch nehmen möchten oder zwischendurch eine Verschnaufpause brauchen.

Familienzimmer

Wenn Sie möchten, kann auch Ihr Partner bei uns übernachten.

In unseren Familienzimmern können sich die Familienmitglieder ganz in Ruhe kennenlernen.

Wichtige Hinweise zum Rooming-in:

  • Lassen Sie Ihr Neugeborenes niemals alleine im Zimmer.
  • Die Aufsichtspflicht für Ihr Kind obliegt Ihnen als Eltern.
  • Sollten Ihnen Veränderungen an Ihrem Kind auffallen, dann melden Sie sich bitte bei uns.
  • Lassen Sie Ihr Kind nie allein auf dem Wickeltisch liegen und transportieren Sie es im Bettchen.
  • Zur Vermeidung von Infektionen bei Ihnen und Ihrem Kind ist es notwendig, die vom Personal erläuterten Hygienemaßnahmen einzuhalten. Dazu zählen die Händedesinfektion und die Desinfektion des Wickeltischs.
  • Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie eine Herpesinfektion (zum Beispiel Bläschen an der Lippe) haben, dann informieren Sie uns bitte sofort. Eine solche Infektion kann für Ihr Kind gefährlich sein.
  • Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihre Besucher keine Infektionen haben und dass sie sich vor dem Kontakt mit Ihrem Kind die Hände desinfizieren. Desinfektionsspender finden Sie vor und in Ihrem Zimmer.
Mahlzeiten

In unserem Aufenthalts- und Buffet-Raum bieten wir Ihnen morgens und abends die Mahlzeiten in Buffetform an.

  • Frühstück: von 8 bis 9.30 Uhr
  • Abendessen: von 17 bis 18.30 Uhr

Ihre Angehörigen haben die Möglichkeit ebenfalls das Buffet zu nutzen (gegen einen kleinen Kostenbeitrag in Höhe von drei Euro pro Mahlzeit).

Selbstverständlich wird das Frühstück bzw. das Abendessen für die Frauen, die nicht aufstehen können, auf einem Tablett im Zimmer serviert.

Das Mittagessen wird Ihnen ab 12 Uhr im Zimmer serviert. Ihren Menüwunsch können Sie am Vortag auf dem Menüplan auswählen und beim Serviceteam bestellen. Der Plan befindet sich an der Innenseite Ihrer Zimmertür und im Aushang auf dem Flur.

Im Aufenthaltsraum stehen Kaffee, Tee, Mineralwasser und Obst bereit. Sie dürfen sich jederzeit bedienen.

Stillen / Füttern

Ihr Körper ist bestens dazu in der Lage, Milch in der nötigen Menge und in der optimalen Zusammensetzung bereitzustellen. Das erste Anlegen erfolgt in der Regel im Kreißsaal. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Ihr Kind spontan oder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht haben. Mit der Vormilch, dem Kolostrum, startet Ihr Baby schon am ersten Tag gesund ins Leben.

Durch regelmäßiges und häufiges Anlegen wird die Milchproduktion angeregt. Es folgt der Milcheinschuss, meistens um den dritten Tag nach der Entbindung. Verzögerungen oder ein früherer Milcheinschuss sind aber durchaus möglich. Um die Milchbildung zu fördern achten Sie auf genügend Flüssigkeitszufuhr, ausreichend Ruhe und einen bequemen Still-BH ohne Bügel.

Kleiner Leitfaden zum richtigen Anlegen

  • Für eine gleichmäßige Entleerung der Brust und das Anregen des Milchflusses ist eine bequeme Stillposition wichtig. Es gibt verschiedene Varianten Ihr Kind anzulegen. Bei der  Wahl der besten Stillposition für Sie und Ihr Kind stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
  • Das Kind auf Höhe der Brustwarze lagern, die Nasenspitze zeigt auf die Brustwarze. Nicht nur die Brustwarze, sondern auch der Vorhof soll im Mund des Kindes sein.
  • Beim Anlegen entsteht ein ziehendes Gefühl in der Brust, das mit zunehmender Milchmenge abnimmt.
  • Wenn Sie Schmerzen beim Stillen haben, das Kind bitte neu angelegen.
  • Das Kind sollte an der Brust nur trinken und nicht schlafen. Kleine Pausen sind aber normal, da das Trinken für die Kinder anstrengend sein kann.
  • Trinkt das Kind nicht mehr, wird die Brustwarze vorsichtig aber bestimmt aus dem Mund entfernt, indem Sie den Sog lösen.
  • Durch „Schnullern“ an der Brust oder falsche Anlegetechnik kann es zu gereizten Brustwarzen kommen.
  • Lassen Sie Ihr Kind zwischen dem Seitenwechsel aufstoßen.
  • Sollte Ihr Kind doch beim Stillen einschlafen, können Sie durch das Wechseln der Windel Ihr Kind wecken und so auch an die andere Brust anlegen.
  • Nach dem Stillen sollte die Brust die Möglichkeit haben, von der Muttermilch zu trocknen. Dies braucht nur einige Minuten und dient der Pflege und Vorbeugung, um gereizte Brustwarzen zu vermeiden.

Stillzimmer

Sie können Ihr Kind in unserem Stillzimmer oder in Ihrem Zimmer stillen. Wichtig ist, dass Sie eine ruhige Atmosphäre schaffen - dass Sie zu den  Stillmahlzeiten ein möglichst optimales Umfeld für Ihre Zweisamkeit haben. Legen Sie alle Dinge, die Sie zum Stillen brauchen, etwa Stillkissen, gegebenenfalls Stillhütchen und Getränk zurecht. Suchen Sie sich eine bequeme Position. Dabei beraten wir Sie gerne. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Kind zur Brust führen und nicht umgekehrt.

Milch abpumpen

Zur Milchanregung, Brustentlastung oder bei Anlegeschwierigkeiten ist es manchmal nötig, Muttermilch zu pumpen. Auf unserer Station stehen mehrere Milchpumpen zu Ihrer Verfügung. Den Umgang erläutern wir Ihnen bei Bedarf in einem individuellen Gespräch. Abpumpen kann eine unterstützende Maßnahme sein und schließt das Stillen nicht automatisch aus.

Zufüttern

Zufüttern ist lediglich dazu gedacht, eine ausreichende Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr bei Ihrem Kind sicherzustellen. Dies findet aber nur mit Ihrem Einverständnis statt. Flüssigkeit/Nahrung stehen auf der Station ebenso bereit wie temperaturgeregelte Flaschenwärmer.

Flaschenfütterung

Sollten Sie sich dazu entscheiden, nicht zu stillen, oder ist das Stillen nicht möglich, haben wir auch hierfür geeignete Nahrung vorrätig. Welche Milchnahrung Ihr Kind erhält, ist zum Beispiel abhängig von Allergieneigungen der Eltern. Wir beraten Sie gerne.

Low-Level-Lasertherapie

Sollte es trotz vorsorglichen Maßnahmen zu wunden Brustwarzen kommen, haben Sie die Möglichkeit, unseren medizinischen Laser in Anspruch. Dieser arbeitet nebenwirkungsfrei. Der Laser wirkt schmerzlindernd, beschleunigt die Wundheilung, vermindert Schwellungen und fördert die Durchblutung. Die Anwendung ist schmerzlos, unkompliziert und von allen Mitarbeitern durchführbar. Sie erhalten eine Schutzbrille für Ihre Augen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

Wochenbettgymnastik

Durch Schwangerschaft und Geburt werden besonders die Bauchmuskeln und der Beckenboden gedehnt und strapaziert. Gerade in den ersten Tagen kann es sein, dass Sie Probleme haben, Ihren Beckenboden zu spüren und wahrzunehmen. Die Mitarbeiter der Physiotherapie helfen Ihnen, Ihr Körpergefühl wiederzugewinnen. Mit Tipps und leichten Übungen für das Frühwochenbett werden die natürlichen Rückbildungsvorgänge unterstützt und gefördert.

Es ist ratsam, nach sechs bis acht Wochen die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur intensiver zu trainieren. Dies fördert das eigene Wohlbefinden und ist eine Vorbeugung gegen Senkungsbeschwerden im weiteren Lebensablauf. Zu diesem Zweck werden Rückbildungskurse auch in unserem Haus angeboten. Die Krankenkasse erstattet die Kurskosten, eine Anmeldung kann gerne über die Hebammen erfolgen.

Hörscreening

Ein bis zwei von tausend Kindern kommen mit einer behandlungsbedürftigen Hörstörung zur Welt.

Lesen Sie mehr, über das von uns angebotene Screening.

Service - Anmeldung beim Standesamt

Die Geburt Ihres Kindes muss dem hiesigen Standesamt gemeldet werden.

Dafür benötigt das Amt entweder Ihre Heiratsurkunde oder bei nicht verheirateten Paaren deren Geburtsurkunden und eine Vaterschaftsanerkennung, sowie die Urkunde zur Teilung des Sorgerechts.

Die Geburtsanzeigen werden von den Hebammen ausgefüllt und von Ihnen unterschrieben. Das Standesamt bekommt eine Bearbeitungsgebühr von 11€, die wir mit der Anzeige weiterleiten.

In machen Fällen ist es sinnvoller, persönlich beim Standesamt vorzusprechen. Dies ist der Fall, wenn zum Beispiel von ausländischen Mitbürgern die Pässe vorgelegt werden oder es bei unverheirateten Paaren noch keine Vaterschaftsanerkennung gibt, das Kind aber den Namen des Partners tragen soll.

Sollten Sie zusätzliche Fragen zu der standesamtlichen Meldung haben, wenden Sie sich bitte an den Kreißsaal. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Fotoservice

Das Kreiskrankenhaus arbeitet mit einer auf Babyfotos spezialisierten Firma zusammen. Die Mitarbeiterin ist regelmäßig auf Station und stellt Ihnen das Angebot gerne vor. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Auslagen.

Falls Sie frühzeitig einen Fotoshootingtermin vereinbaren möchten, finden Sie alle notwendigen Kontaktdaten ebenfalls auf der Infotafel im Flur. Als Geschenk des Kreiskrankenhauses erhalten Sie bei Interesse ein Foto Ihres Babys.

Wenn Sie möchten, erscheint ein Foto Ihres Babys auf unserer Internetseite in unserer Babygalerie.